Kalkbrennen – früher und heute

Kalkbrennen - früher und heute

Calciumcarbonat – Kalkstein, ein Mineral, welches jederzeit auf der Erdoberfläche verfügbar war und bei großer Hitze aufgespalten werden konnte. Anfangs mit wenig effektiven Holzfeuern wurde es später in fortgeschrittenen Schachtöfen mittels Kohle verarbeitet.

Der Beruf des Kalkbrenners war weit verbreitet und unabdingbar für den Städtebau. Jeder benötigt Branntkalk, den Baustoff, der nachdem er mit Wasser gelöscht wurde langsam wieder zu dem festen Kalkstein abband.

Vom Erz zum Stahl

Schon lange finden wir an der Erdoberfläche keine metallurgisch interessanten Erze (wie Eisenerz ) mehr in abbauwürdigen Mengen. In früher Zeit begann man deshalb in der Erde zu graben, um Rohstoffe zu finden. Älteste Grabungsspuren davon finden wir von vor über 6500 Jahren.

bauen wir seit 800 v. Chr. in den Alpen und später auch in Mitteldeutschland ab. Man löste das Eisenerz (Chalkopyrit)aus der Wand, indem man es erhitzte und dann mit Wasser abschreckte. Das Erz wurde schichtenweise in einen Rennofen gefüllt im Wechsel Holzkohle und später mit Steinkohle. Im Rennofen konnte das Brennstoff-Erz- Gemisch „durchbrennen“ es entstand im Ofenboden ein Eisenklumpen (Luppe) und flüssige Schlacke(Gesteinsreste und Abprodukte) rannen aus dem Ofen.

Video zum Nachbau eines Rennofens

Mit der Erfahrung wurden die Schächte höher und die Luftzufuhr wurde über Blasebälge geregelt, es entstanden die Hochöfen die heute mit Heißwindanlagen und automatischen Beschickungssystem ausgestattet sind. Heutzutage baut man 30m – 75m hohe Öfen, die pro Tag bis zu 10.000 TonnenRoheisen liefern. Diese Öfen sind anStahlwerke benachbart gebaut, damit das spröde und damit nicht schmiedbare Roheisen sofort nach der Erzeugung mit möglichst wenig Transportweg zuStahlweiterverarbeitet/veredelt werden kann.
>>Link zu Google Maps: Hochofen Dortmund(3D)<<

Hochofen 3D Modell

Video Eisen- und Stahlerzeugung – Achtung enthält Werbung!

Eisen- / Stahlproduktion – zusammenfassend

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