Die chemische Bindung

Warum sind manche Stoffe fest und andere gasförmig oder flüssig? Weshalb zeigen manche Stoffe ein Farbigkeit, während andere farblos erscheinen? Warum reagieren bestimmte Stoffe miteinander und andere kann man zusammen lagern, ohne dass Interaktionen geschehen? Wasser ist ein gutes Lösungsmittel, aber nicht für alle Stoffe. Wieso?
Die Antworten auf diese Fragen kann man mit chemischen Bindung erklären, die den beteiligten Teilchen zu Grunde liegt! Sie bestimmt das chemische Verhalten, stoffliche Zustände und die äußere Erscheinung der Stoffe.

Chemische Bindungen beruhen auf der Annäherung von Atomen. Die dabei gewonnene Nähe führt zur unmittelbaren Anziehung von unterschiedlichen Ladungen. Kerne ziehen Elektronen anderer Atome ebenso an, wie ihre eigenen Elektronen. Die Außenelektronen fremder Atome sind dabei am meisten beeinflussbar.

Nach der Annäherung kommt es zur Durchdringung der Atomhüllen und damit zur Ausbildung von gemeinsamen Bereichen. Dort gibt es keine Zugehörigkeit von Elektronen zu ihrem Kern mehr. Die Elektronen – immer zwei – werden nun gemeinschaftlich genutzt. Es bilden sich gemeinsame „Elektronenpaare“ aus. Es entsteht die Elektronenpaarbindung oder Atombindung.

Nähern sich zwei Partner mit unterschiedlichen Anziehungskräften (EN -Werten), so entsteht eine polare Atombindung. Hier werden die Elektronen des schwächeren Partners (kleinerer EN Wert) stärker vereinnahmt und es entstehen Moleküle mit nach außen wirkenden Ladungsbereichen. Dies hat auf Löslichkeiten und den Aggregatzustand Auswirkungen.

Bei zu hoher Anziehungskraft eines Partners – Elektronegativität – können die Außenelektronen auch vollständig in die Hülle des stärkeren Atoms wechseln. Es entsteht dann Ionen. Diese Bindungsart nennt man Ionenbeziehung.
Unterscheiden sich zwei Atomarten in ihrer Elektronegativität (EN) um 1,7 oder mehr, so ist die Ionenbildung sehr wahrscheinlich. Bei Natrium (EN= 0,9) und Chlor (EN=3,0) beträgt der Unterschied 2,1. Wir kennen die Verbindung von Natrium und Chlor als Natriumchlorid, dem Kochsalz.

Weitere Bindungsanalysen

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Natriumchlorid – ein Salz

Sprechen wir von Salz, so meinen wir im täglichen Sprachgebrauch fast immer Speise– oder Kochsalz. Natriumchlorid heißt dieses Salz in der Chemie. Es ist das Natriumsalz der Salzsäure oder Chlorwasserstoffsäure.
Seine Formel lautet NaCl, es bildet farblose, feste würfelförmige Kristalle, die uns weiß erscheinen, wenn sie durch Zerkleinern Risse beinhalten.
Kochsalz löst sich gut in Wasser (36g/100ml), ist geruchlos und nicht brennbar.

Wir benötigen ca. 5g Salz am Tag. Wir nutzen Salz zum Würzen unserer Speisen, zur Konservierung von Nahrung und auch zur Enteisung von Straßen im Winter. In medizinischen Präparaten dient es als 0,7% Lösung als kurzzeitiger Blutersatz zur Kreislaufstabilisierung.

Der Bau von Salz

Salz bildet einen Ionenkristall. Seine Bestandteile sind die Ionen der Elemente Natrium und Chlor. Das positiv geladene Natriumion ist in allen Richtungen (rechts, links, vorn, hinten, oben, unten) von negativ geladenen Chloridionen umgeben. Die Ionen halten durch die vorhandenen Anziehungskräfte (positiv/negativ) und die nebenbei auch entstehenden Abstoßungskräfte einen konstanten Abstand zueinander. Das Mineral NaCl heißt „Halit“ (engl. Halite). und bildet würfelförmige Kristalle, die farblos sind.

Kristalldarstellung: KLICK

Für eine animierte Version dieser Darstellung gehen Sie folgendermaßen vor:
Geben Sie auf www.molview.org in die Suchzeile „Halite“ein und stellen Sie unter „Model“ die „2x2x2 Celle“ aus.

Das Auflösen von Salz im Wasser

Wassermoleküle sind ständig in Bewegung. Sie sind sogenannte Dipole. Das bedeutet, ihre Moleküle besitzen positive und negative Ladungsschwerpunkte, die Anziehungskraft auf entgegengesetzt geladene Teilchen ausüben. Das macht Wasser zu einem hervorragenden Lösungsmittel.

Und das immer nach dem gleichen Schema:

1. Die Wassermoleküle dringen in den Ionenkristall ein.
2. Die Kräfte zwischen den Ionen im Gitter werden durch die Ladungs- und Abstandsveränderungen geschwächt.
3. Die Wassermoleküle umlagern die Ionen.
4. Die umlagerten Ionen werden – dank der Eigenbewegung von Wasser- abtransportiert.

Der folgende Inhalt stammt von www.javalab.org

Arbeitsblätter zum Thema Salz:

Salz(e) 1SalzgewinnungSalzstraßeGeschichten vom Salz

mehr zum Thema Salz:

Die Salzstraße

Salzgewinnung interaktiv

Lernprogramm Salz (PC – Download)

die-salzwerkstatt.de

Lernbox Salz der Uni Bremen ( Chemie Didaktik )

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Chemie im Haushalt

Bild von Daniela Dimitrova auf Pixabay

Arbeitsblätter zum Thema:

Um uns herum ist Chemie.
Mehr als 2500 Chemikalien
gehören zu den Bestandteilen
der Haushaltschemie.

Ob in Küche, Bad oder in der Garage.
Man findet Chemie in jedem Raum.

Heute mehr denn je zuvor ...

Welche Chemikalien nutzt Du in deinem Hobby?

Einen großen Anteil haben Reinigungsmittel.

Reiniger für Oberflächen,
Waschmittel, uvm.

Seifen und andere Badechemikalien,...

Kosmetikprodukte stellen einen
weiteren großen Anteil dar.
Ihre Gefährlichkeit steckt meist nicht
in äußerer Anwendung.
Kannst Du Dir denken, wodurch hier
Unfälle passieren?

Medikamente sind Chemikalien, die Lebensprozesse direkt beeinflussen! Es kommt jährlich zu vielen Notfällen durch deren unsachgemäße Einnahme.

Was hier so bunt daherkommt, steckt voller hoch brisanter Stoffe, die Leben erhalten aber auch gefährden können...

Und auch in unseren Genussmitteln stecken Gefahren.

Die Gefahr lauert überall!

Wir nutzen Sprays gegen alles!

Neue Technik bringt neue Chemie mit sich ...

Ist Tinte eigentlich giftig?

Also Augen auf!

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Im folgenden Video wird noch einmal die Bandbreite der verwendeten Chemikalien deutlich…

sicherer Umgang mit Chemikalien im Haushalt:

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Die Salzstraße

Heute bestellen wir Ware online. Das war vor 1000 Jahren undenkbar.
Damals produzierte man Waren und tauschte sie in der nächsten Ortschaft oder beim fahrenden Händler, der regelmäßig die Gegend besuchte. Er brachte durchaus Waren, die man bei ihm im März bestellte und zack hatte man sie im November.
An bestimmten Straßen durch Europa entwickelte sich mit der Bildung von Städten ein dichteres Netz von Handel und Warentransport. Einige Städte entstanden auch nur, weil in der Nähe eine Furt oder Brücke einen Fluss querbar machten.

„Zu den Munichen“ – „bei den Mönchen“ – war so eine Stelle, hier baute man – der Herzog der Länderei- eine Brücke, um die Händler auf diese Fährte zu locken und so an dieser Stelle Pferde und Waren zu tauschen und ZOLL zu kassieren. Angezogen von diesen Möglichkeiten siedeln dort alsbald auch Wirtshaus, Handwerk und weitere Serviceangebote. Eine Ortschaft entsteht und wächst . Heute ist die Stelle an der Brücke uns als „Munich“ bekannt… wir sprechen es jedoch München aus.
Hier wird der Vorgang genau beschrieben… KLICK.

noch heute finden sich die Hauptzeugnisse dieser Zeit in den Stadtnamen und Namen von Landschaften. Trägt ein Ort den Zusatz „Hall“, so weißt ihn dies mit Sicherheit des Salzhandels aus. Das Wort “ Salz“ tut dies natürlich offensichtlicher.

Die Salzstraße zog sich von den nördlichen und den südlichen Salzerzeugern quer durch Europa

Bild: www.alte-salzstrasse.de

Burghausen liegt an der Salzach, die in den Inn mündet.
Burghausen liegt im Dreieck Passau, München, Salzburg.

Salzhandel ausführlich …

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